© DAV Sektion Mönchengladbach

Alpenüberquerung L1

Erste Etappe vom 21. bis 29. Juni 2025

21.06.2025

21. Juni 2025

Um 6:00 Uhr morgens brechen wir, Kerstin, Detlef und Reinhard in Mönchengladbach auf in Richtung Garmisch-Partenkirchen. In Wendlingen bei Stuttgart sammeln wir noch Lukas ein und sind damit komplett.

Wir sind um 14:30 Uhr in Garmisch-Partenkirchen auf dem Parkplatz der Olympia Eisbahn.
Wir starten gleich zur Einstimmung mit den ersten 990 Hm hinauf zum Kreuzeckhaus (1650 m). Auf dem Weg genießen wir einen strahlend blauen Himmel, Sonnenschein und einen ersten Blick auf die Alpen.
In der Kreuztal Hütte bekommen wir zwei Zweibettzimmer, die sogar jeweils mit einem Waschbecken mit Warmwasser ausgerüstet sind. Außerdem kommen wir noch gerade rechtzeitig an, um einen köstlichen Käsekuchen zu verspeisen. Da es sich um die letzten Stücke handelte, bekamen wir sogar noch jeweils etwas Schokoladenkuchen on Top dazu.

22. Juni 2025

Wir brechen um 8:00 Uhr bei wunderbarem Sonnenschein auf zur Stuibenspitze, die wir um die Mittagszeit erreichen. Nun ist es Zeit für einen ersten Gipfeltrunk. Anschließend erwarten uns auf dem anspruchsvollen Schützensteig zunächst einige kurze Kletterpassagen in Ab- und Anstieg. Danach geht es immer wieder an der Bergflanke entlang und dann nach einiger Zeit über einen längeren relativ steilen Schotterweg wieder talwärts zur Reintalangerhütte.

Hier erwartet uns eine urige Atmosphäre. Als wir auf der Terrasse unseren wohlverdienten Radler trinken, kommt gleich auch eine Schafherde vorbei, die sich begierig für die Gräser und Bepflanzung der Außenanlage her machen.

23. Juni 2025

Wir starten wieder um 8:00 Uhr und es geht zur Knorrhütte. Unterwegs haben wir immer wieder einen Blick auf die Zugspitze, zu der von der Knorrhütte auch ein Aufstieg möglich ist.

Wir ziehen es aber vor, in der Knorrhütte eine zünftige Holunder Schorle zu trinken, die ausgezeichnet schmeckt und uns Kraft für den weiteren Weg gibt.

Es geht auf die Landesgrenze nach Österreich zu. Die Umgebung gleicht hier eine Mondlandschaft.

In Österreich angekommen, erwarten uns gleich mehrere Gemsen und bald darauf auch einige Murmeltiere in einer traumhaft einsamen Landschaft. Über den ganzen Weg bis hierhin sind uns bislang nur einige wenige Wanderer begegnet. Nun erfolgt ein langer, sanfter Abstieg in das weite Gaistal. Als wir von den Ausläufern eines etwas weiter nördlich vorbeiziehenden Gewitters erwischt werden, finden wir zweimal einen sehr guten Unterschlupf, beim zweiten Mal sogar eine kleine Hütte, in der wir einen Radler bekommen. Am späten Nachmittag kommen wir in der Gaistalalm an, wo wir nicht nur von Kühen, sondern auch von Ziegen, einem Schäferhund und einigen Alpakas begrüßt werden.

 

24. Juni 2025

Am vierten Tag haben wir wieder herrliches Wetter mit strahlend blauem Himmel, Sonnenschein und Temperaturen um 24°.

Heute erwartet uns die längste Strecke mit 16,6 km. Wir steigen von der Gaistalalm aus zunächst auf einsamen, schmalen Pfaden durch den Wald hinauf zur Mieminger Kette und erreichen gegen Mittag die Niedere Munde (2055 m). Von dort aus haben wir einen herrlichen Ausblick auf den Hauptkamm der Mieminger Kette, das Inntal und das Stubaital. Dann geht es wieder über lange, wunderschöne Waldwege hinab nach Mieming. Dort genießen wir in dem Gasthof Neuwirt die Unterbringung in Doppelzimmern mit warmer Dusche und bequemen Betten.

25. Juni 2025

Wieder einmal ein Tag mit herrlichem Wetter. Angesagt sind bis zu 34° im Tal. Da freuen wir uns auf die zu erwartende Temperaturabnahme von etwa 6° pro 1000 Höhenmeter. Denn nun geht es vom Tal aus zur Stamser Alm.
Aber zunächst besichtigen wir noch das Kloster in Stams. Dann geht es überwiegend auf einem leicht ansteigenden Wirtschaftsweg hinauf zur Stamser Alm.

Natürlich lassen wir keinen sich bietenden steileren Forstpfad durch den Wald aus. Und so kommen wir bei herrlichem Sonnenschein bereits um 15:00 Uhr auf der Stamser Alm an, um dort oben erst einmal in dem kleinen See ein Bad zu nehmen und anschließend einen herrlichen Nachmittag und Abend bei dem Hüttenwirt, Christian und seinem Vater Toni zu genießen.

26. Juni 2025

Der heutige Tag führt von der Stamser Alm über den Pirchkogel (2850 m) zur Dortmunder Hütte in dem kleinen Wintersportort Kühtai.

Allerdings ist ab Mittag ein Gewitter angesagt. Daher brechen wir nach einem zünftigen Frühstück mit frischer Milch von der Alm, Käse und einer sehr leckeren Pflaumenmarmelade bereits um 6:30 Uhr auf. Wir erreichen, durch eine herrliche Landschaft, vorbei an Pferden hoch oben auf der Alm bereits um 10:45 Uhr den Gipfel. Nach einer kurzen Rast geht es nun wieder bergab in Richtung Kühtai. Wir erreichen Kühtai bereits gegen Mittag und können sogar noch auf der Terrasse zu Mittag essen ehe die ersten Hagelkörner auf die Terrasse niederprasseln. In der Dortmunder Hütte gönnen wir uns ein Vierer Zimmer mit warmer Dusche. Nach dem Abendessen und einer Runde des Gesellschaftsspiels Carcassone können wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten.

27. Juni 2025

Heute geht es von der Dortmunder Hütte entlang des Stausees Finstertal in Richtung der Schweinfurter Hütte. Als wir den Finstertalkamm erreichen, haben wir einen wunderschönen Ausblick auf den Finstertalstausee. Da es erst 11:30 Uhr ist, beschließen wir noch einen Abstecher auf den Kraspesspitze (2954 m) zu machen, die wir etwa eineinhalb Stunden später erreichen. Hier genießen wir wieder den herrlichen Ausblick auf den Finstertaler Stausee und die umliegenden Stubaier und Ötztaler Alpen. Anschließend beginnt der Abstieg zunächst durch Blockgestein, dann Schotter und schließlich wieder durch Weiden, zuweilen entlang von Bachläufen bis wir schließlich in der 2030 m hoch gelegenen Schweinfurter Hütte ankommen.

28. Juni 2025

Von der Schweinfurter Hütte geht es zunächst über eine Schotterstraße weiter in das Zwieselbachtal. An idyllischen Weiden vorbei entlang des Zwieselbachs wandern wir bei schönem Wetter in Richtung des Zwieselbachjochs (2868 m). Das letzte Stück führt über ein Schotterfeld, teils steil hinauf und wir staunen wieder einmal über die Unmenge an Schotter, die das gesamte Kar füllt. Der Abstieg vom Joch führt an großen Steinmännchen vorbei in einen zunächst etwas steileren Schotterhang ein und über einen gut markierten Steig dann weiter bergab. Schon bald können wir die Winnebachseehütte vor uns sehen. Die Hütte ist wunderbar gelegen, direkt am Winnebachsee und mit einem beeindruckenden Wasserfall direkt gegenüber der Sonnenterrasse, auf welcher wir unseren Radler genießen.

29. Juni 2025

Dies ist schon unser letzter Tag. Nach einem kurzen Frühstück brechen wir um 7:00 Uhr auf und sind pünktlich um 8:30 Uhr im Tal in Gries. Dort werden wir mit einem Sammeltaxi abgeholt und zum Bahnhof Ötztal gebracht. Von dort geht es mit dem Zug nach Garmisch – Partenkirchen, wo wir unser Auto wohlbehalten auf den Parkplatz vor der Eisbahn wieder vorfinden.

Bei herrlichem Sonnenschein geht es zunächst bis Wendlingen, wo wir uns noch mit einem Eis erfrischen und von Lukas verabschieden.

Dann geht es endgültig in die Heimat nach Mönchengladbach weiter. Zurück bleibt die Erinnerung an eine wunderbare gemeinsame Wanderung über das erste Teilstück der L1 Alpenüberquerung von Garmisch Partenkirchen bis Brescia…

Fortsetzung folgt…